Kritik an der Vollkostenrechnung
- Keine proportionalen Kosten
- Keine Unterscheidung zwischen fixen und variablen Kosten
- Keine Berücksichtigung von Beschäftigungsschwankungen
- Falsche Preissignale, Produktplanung und Sortimentsplanung
| Materialeinzelkosten (MEK) | |
| + variable Materialgemeinkosten (MGK) | |
| + Fertigungseinzelkosten (FEK) | |
| + variable Fertigungsgemeinkosten (FGK) | |
| = variable Herstellkosten | |
| + variable Verwaltungsgemeinkosten | |
| + variable Vertriebsgemeinkosten | |
| = „variable" Selbstkosten |
| Umsatzerlöse | |
| − variable Selbstkosten | |
| = Deckungsbeitrag | |
| − Fixkosten | |
| = Betriebsergebnis |
Ein Produkt wird für 45 € verkauft. Die variablen Stückkosten betragen 28 €. Wie hoch ist der Stückdeckungsbeitrag, und was sagt er aus?
db = 45 € − 28 € = 17 €. Jedes verkaufte Stück trägt 17 € zur Deckung der Fixkosten und danach zum Gewinn bei.
Umsatzerlöse: 200.000 €. Variable Selbstkosten: 130.000 €. Fixkosten: 55.000 €. Ermitteln Sie Deckungsbeitrag und Betriebsergebnis.
Deckungsbeitrag = 200.000 € − 130.000 € = 70.000 €.
Betriebsergebnis = 70.000 € − 55.000 € = 15.000 €.
Nennen Sie einen zentralen Nachteil der Vollkostenrechnung, den die Teilkostenrechnung behebt.
Die Vollkostenrechnung verteilt auch Fixkosten proportional auf Kostenträger, obwohl diese unabhängig von der Beschäftigung anfallen — das kann zu falschen Preis- und Produktentscheidungen führen. Die Teilkostenrechnung trennt fixe und variable Kosten und vermeidet diese Verzerrung.