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Soll und Haben, endlich verständlich erklärt.

Buchhaltung-lernen.com vermittelt die theoretischen Grundlagen und gibt praktische Buchhaltungshilfe: mit Videos, Fachbüchern, Vorlagen und Buchhaltungssoftware — geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene.

Michael Schröder
Cyberlab GmbHIn Zusammenarbeit mit Steuerberater Michael Schröder
Konto 1200 · aktiv Buchungskreis: Bank
Bank
Soll
Warenverkauf, bar überwiesen2.380,00 €
Kunde zahlt Rechnung #1042960,00 €
Haben
Miete Januar an Vermieter1.000,00 €
Lohnzahlung Mitarbeiter1.450,00 €
Saldo (Soll)890,00 €
01

Ohne Vorkenntnisse

Start bei null, Schritt für Schritt bis zum Jahresabschluss.

02

Von einem Steuerberater

Fachlich geprüfte Inhalte statt anonymer Lernplattform.

03

Sofort anwendbar

Jede Lektion endet mit einem echten Buchungssatz.

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Werkzeuge inklusive

Kontierungs-ABC, KI-Assistent und kostenlose Software.

Buchhaltung schnell & einfach erklärt

Der Crash-Kurs

Dieser Kurs vermittelt Ihnen die Grundlagen der Buchhaltung. Wenn Sie schnell die Technik lernen möchten, steigen Sie gleich bei Abschnitt 7 ein — Abschnitt 10 dient dem tieferen Verständnis und kann bei Eile übersprungen werden.

01

Warum ist die Buchhaltung so wichtig?

Für alle Unternehmer und Unternehmen ist Buchhaltung ein wichtiges und unvermeidbares Thema, denn es gibt sowohl steuerrechtlich als auch handelsrechtlich eine Buchführungspflicht. Die Buchhaltung ist aber auch Voraussetzung für den unternehmerischen Erfolg: Denn nur was wir messen können, können wir auch managen.

Jedes Unternehmen muss auf Rentabilität und Liquidität achten. Die Buchhaltung gibt Auskunft über die wichtigsten finanziellen Kennzahlen:

  • Wie hoch ist das Vermögen / Eigenkapital?
  • Wie viele Schulden hat das Unternehmen?
  • Wie hoch sind die Einnahmen?
  • Wie hoch sind die Ausgaben?
Es lohnt sichWer die Buchführung einmal verstanden hat und nutzt, sieht sie nicht mehr als lästige Pflicht, sondern als nützliches Informationsinstrument.
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02

Was ist Buchhaltung und was wird gebucht?

Die Bezeichnung Buchhaltung bzw. Buchführung stammt von der früheren Praxis, als diese handschriftlich in Büchern aufgezeichnet wurde. Man führte ein Grundbuch (Journal oder Prima Nota), in das alle Geschäftsvorfälle zeitlich geordnet eingetragen wurden — sachlich geordnet dann in die Hauptbücher bzw. Konten (z. B. Kasse, Bank, Personalaufwand). Heute übernimmt eine Buchhaltungssoftware Buchungen und Berechnungen automatisiert, sodass jederzeit eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) erstellt werden kann.

DefinitionBuchhaltung ist die Dokumentation aller Geschäftsvorfälle. Ein Geschäftsvorfall ist jeder Vorgang, der Auswirkungen auf das Vermögen oder die Schulden des Unternehmens hat.

Praxis-Hinweis: In der Buchhaltung werden vor allem Zahlungsvorgänge und Kreditgeschäfte wie Umsätze und Kosten gebucht. In der Regel bucht man Buchungskreise wie Kasse, Bank oder Kreditkarten hintereinander weg.

BeispielÜberweisung von Gehalt an einen Mitarbeiter — der Bankbestand und damit das Unternehmensvermögen wird weniger.
MerkeEine Bestellung ist noch kein Geschäftsvorfall! Erst die Lieferung bzw. Bezahlung macht daraus einen Geschäftsvorfall — juristisch spricht man vorher von einem schwebenden Geschäft.
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03

Aufgabe der Buchhaltung und des Jahresabschlusses

Aufgabe der Buchhaltung und des Jahresabschlusses ist die Dokumentation und Information über die Vermögens-, Finanz-, Liquiditäts- und Ertragslage des Unternehmens für externe Dritte. Man spricht daher auch vom externen Rechnungswesen. Es ist verpflichtend und unterliegt gesetzlichen Regelungen.

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04

Buchführungspflicht nach Handels- und Steuerrecht

Buchführungspflicht besteht für alle Unternehmen, die aufgrund ihrer Rechtsform zwingend im Handelsregister eingetragen werden müssen, sowie für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 600.000 Euro oder einem Jahresgewinn von mehr als 60.000 Euro. Sie ergibt sich aus den §§ 238 ff. HGB. Eine weitere Verpflichtung folgt aus den §§ 140 ff. AO, da das Finanzamt die Grundlagen für die Besteuerung kennen muss.

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05

Unterschied einfache & doppelte Buchführung

Man unterscheidet zwischen einfacher und doppelter Buchführung. Spricht man von „Buchhaltung“, meint man i. d. R. die doppelte Buchführung.

Besteht keine Buchführungspflicht, müssen für steuerliche Zwecke nur Aufzeichnungen geführt werden (einfache Buchführung) — z. B. bei Freiberuflern. Der Gewinn wird dann nach § 4 Abs. 3 EStG durch eine Einnahmenüberschussrechnung ermittelt und im Formular Anlage EÜR eingereicht. Eine Inventur oder Bilanz ist nicht erforderlich.

Warum „doppelt“?1) Jede Buchung erfolgt auf zwei Konten nach der Regel „Soll an Haben“. 2) Der Gewinn wird auf zwei Arten ermittelt: durch Vermögensvergleich und durch die GuV.
TippAuch ohne Buchführungspflicht lohnt sich eine Buchhaltungssoftware — sie hilft bei der Umsatzsteuervoranmeldung und der Anlage EÜR.
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06

Von der Inventur zur Bilanz

Ausgangspunkt der Buchhaltung ist das Vermögen und Kapital bei Geschäftsbeginn. Dafür wird zu einem Stichtag (meist 31.12.) eine Inventur durchgeführt: Das Inventar (Vermögen und Schulden) wird aufgelistet, bewertet und als Bilanz zweispaltig dargestellt — AKTIVA (Vermögen = Mittelverwendung) und PASSIVA (Kapital = Mittelherkunft).

Bilanz Aktiva Passiva

Die Bilanz ist statisch auf einen Zeitpunkt (Bilanzstichtag) bezogen. Die erste Bilanz heißt Eröffnungsbilanz, die zum Jahresende Schlussbilanz.

Wichtige BilanzregelDie Summe der Aktiva muss immer der Summe der Passiva entsprechen. Das Eigenkapital gleicht rechnerisch die Differenz zwischen Vermögen und Fremdkapital aus.

Das Vermögen wird unterteilt in Anlagevermögen (dient dem Unternehmen langfristig, länger als 1 Jahr) und Umlaufvermögen. Für das Anlagevermögen ist nach HGB ein Anlagenspiegel zu erstellen: Anschaffungs-/Herstellungskosten, Zugänge, Abgänge, Umbuchungen, Abschreibungen und Zuschreibungen.

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07

Das Konto mit Soll und Haben

Konto heißt Rechnung. Nicht Ihr Bankkonto ist gemeint, sondern eine Rechnung für einen bestimmten Bereich — Maschinen, Kunden, Lieferanten etc. Die Beträge stehen nicht untereinander, sondern getrennt nebeneinander für positive und negative Werte (wie bei einer Bilanz).

Ein Konto ist eine Auflistung sachlich zusammengehöriger Geschäftsvorfälle in zwei Seiten (man spricht auch von T-Konten). Die beiden Seiten heißen traditionell SOLL und HABEN — die Begriffe stammen vom ersten Konto überhaupt, dem Forderungskonto: links steht, was der Schuldner zu zahlen hat (Soll), rechts, was er bereits gezahlt hat (Haben).

T-Konto Soll Haben
HinweisBei allen anderen Kontenarten außer dem Forderungskonto machen „Soll“ und „Haben“ inhaltlich keinen Sinn mehr — sie bedeuten schlicht linke und rechte Seite.

Um zu wissen, was der Schuldner noch zu zahlen hat, rechnet man beide Seiten getrennt zusammen und subtrahiert — man spricht von saldieren. Der Saldo heißt nicht danach, wo er steht, sondern welche Seite er ausgleicht.

Saldo ziehen ↑ Zum Inhaltsverzeichnis
08

Kontenarten: Bestandskonten & Erfolgskonten

Die Kontenart ist die Grundlage für die korrekte Formulierung eines Buchungssatzes — Sie müssen das Konto also sicher identifizieren, um die richtige Buchungsregel anzuwenden.

Bestandskonten gehen in die Bilanz ein: Aktivkonten (Vermögen) und Passivkonten (Eigen- und Fremdkapital). Erfolgskonten sind Unterkonten des Eigenkapitals und zeichnen dessen Veränderung auf — unterteilt in Ertragskonten und Aufwandskonten. Am Jahresende werden sie über die GuV saldiert; ein Gewinn erhöht, ein Verlust verringert das Eigenkapital.

Übersicht Kontenarten
TippUnsicher, um welches Konto es sich handelt? Im Kontierungs-ABC nachsehen — so buchen Sie jeden Geschäftsvorfall auf das richtige Konto.
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09

Buchungssätze bilden

Jeder Geschäftsvorfall muss mindestens zwei Konten zugewiesen werden (doppelte Buchführung) — man spricht von Kontierung. Der Buchungssatz lautet immer „Soll-Konto an Haben-Konto“: Das Sollkonto wird zuerst genannt, danach das Habenkonto. Das Wort „an“ hat dabei keine tiefere Bedeutung.

GrundsatzKeine Buchung ohne Beleg!

Die drei Buchungsregeln müssen wie die Grundrechenarten auswendig beherrscht werden:

  • Aktivkonten (Vermögen): Zunahme im Soll, Abnahme im Haben
  • Passivkonten (Kapital): umgekehrt — Zunahme im Haben, Abnahme im Soll
  • Erfolgskonten: Erträge im Haben, Aufwand im Soll
EselsbrückeMerken Sie sich nur Regel 1 — alle anderen leiten sich ab, da die Abnahme immer auf der anderen Seite als die Zunahme gebucht wird. Das Forderungskonto ist „die Mutter aller Konten“: Forderungen nehmen im Soll zu, im Haben ab.
BeispielMietzahlung für Januar per Bank i. H. v. 1.000 Euro: Die Bank (Aktivkonto) wird weniger → im Haben. Mietaufwand steht im Soll. Buchungssatz: Mietaufwand an Bank, 1.000 Euro, Miete Januar.

Hinweis: Kontenbezeichnungen werden im Buchhaltungsprogramm durch Kontonummern ersetzt, z. B. 4210 an 1200, 1.000 Euro, Miete Januar — auch geschrieben als 4210/1200 oder #4210/#1200.

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10

Buchungstypen & Bilanzveränderungen

Diese Lerneinheit vertieft das Verständnis und kann bei Eile übersprungen werden. Auf Bestandskonten lassen sich vier Buchungstypen unterscheiden:

1. AktivtauschZwei Aktivkonten ändern sich gegenläufig. Beispiel: Geld von der Kasse auf die Bank einzahlen — Kasse wird weniger, Bank mehr. Buchungssatz: Bank an Kasse.
2. PassivtauschZwei Passivkonten ändern sich gegenläufig. Beispiel: Steuerschuld durch einen Bankkredit begleichen. Buchungssatz: Steuerschulden an Bankkredit.
3. Aktiv-Passiv-Mehrung (Bilanzverlängerung)Beide Bilanzseiten werden größer. Beispiel: Maschine auf Rechnung kaufen. Buchungssatz: Maschinen an Verbindlichkeiten.
4. Aktiv-Passiv-Minderung (Bilanzverkürzung)Beide Bilanzseiten werden kleiner. Beispiel: Kaputte Maschine an den Lieferanten zurückgeben. Buchungssatz: Verbindlichkeiten an Maschinen.

Auf Erfolgskonten gilt: Erträge werden im Haben gebucht, Aufwendungen im Soll.

Hinweis„Aufwand an Ertrag“ wird nicht bzw. nur hilfsweise gebucht, da Erträge und Aufwendungen nicht miteinander saldiert werden dürfen.
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Eröffnungsbilanz → Buchhaltung → Schlussbilanz

Die Eröffnungsbilanz wird zu Beginn des Geschäftsjahres in Konten aufgelöst und weitergeführt. Am Jahresende werden die Konten wieder zu einer Bilanz zusammengefasst (Schlussbilanz) und die rechnerisch ermittelten Beträge durch die Inventur physisch überprüft. Die Schlussbilanz dient dann als Start für das neue Jahr.

Eröffnungsbilanz und Schlussbilanz ↑ Zum Inhaltsverzeichnis
12

Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB)

Die Buchführung muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und die Lage des Unternehmens vermittelt. Geschäftsvorfälle müssen sich in Entstehung und Abwicklung verfolgen lassen — die Buchführung muss vollständig, richtig, zeitgerecht und unveränderlich sein (GoB). Für jede Buchung besteht eine Belegpflicht.

GrundsatzKeine Buchung ohne Beleg! Nur wenn die GoB eingehalten werden, hat die Buchhaltung Beweiskraft — Voraussetzung dafür, dass das Finanzamt bei einer Betriebsprüfung keine teuren Hinzuschätzungen vornimmt.
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Fortsetzung & Vertiefung

14 Lektionen, wie ein echter Kontenplan sortiert

Jede Lektion trägt eine Kontonummer im SKR03-Stil — folgen Sie der Reihe oder springen Sie direkt zu dem, was Sie brauchen.

Weiterführend

Bilanzierung, IFRS & Kostenrechnung

Werkzeuge zum Üben

Theorie ist die eine Hälfte. Anwendung die andere.

Zwei kostenlose Werkzeuge, mit denen Sie das Gelernte sofort in der Praxis testen.

Kontierungs-ABC

Jeden Geschäftsvorfall alphabetisch nachschlagen und sofort das richtige Konto (SKR03/SKR04) finden.

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KI-Buchhaltungs-Assistent

Fachfrage zu einer Buchung oder einem Paragraphen? Der Assistent gibt sofort eine erste Einordnung.

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Michael Schröder, Steuerberater
„Wer die Buchführung einmal wirklich verstanden hat, sieht sie nicht mehr als Pflicht — sondern als das nützlichste Instrument im Unternehmen.“
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