Der Jahresabschluss ist ein systematisches Werk, das die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens am Ende eines Geschäftsjahres abbildet. Er dient mehreren Zwecken:
Neben Bilanz und GuV gehören dazu: der Anhang (erläutert und ergänzt die Zahlen, z. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) sowie der für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften verpflichtende Lagebericht (wirtschaftliche Situation, Risiken, Zukunftsaussichten).
| Konzernabschluss | Einzelabschluss | |
|---|---|---|
| Kapitalmarktorientierte Unternehmen | IFRS (verpflichtend qua EU-Verordnung) | HGB (Wahlrecht: zusätzlich IFRS möglich) |
| Sonstige Unternehmen | HGB oder IFRS (Wahlrecht) | HGB (Wahlrecht: zusätzlich IFRS möglich) |
Die Bilanz ist eine Momentaufnahme zu einem bestimmten Stichtag. Ihre Hauptaufgabe ist die Darstellung von Vermögen und Schulden (§ 242 Abs. 1 HGB).
Die GuV ist eine Zeitraumrechnung und zeigt, wie sich der Erfolg innerhalb einer Periode entwickelt hat — sie stellt alle Aufwendungen und Erträge gegenüber. Es gibt zwei gängige Verfahren:
| Umsatzkostenverfahren (UKV) | Gesamtkostenverfahren (GKV) |
|---|---|
| Umsatzerlöse ./. Herstellkosten der abgesetzten Produkte | Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen ./. Herstellkosten der insgesamt produzierten Produkte |
Wesentlicher Unterschied: Das GKV erfasst alle in einer Periode angefallenen Produktionskosten (mit Korrektur durch Bestandsveränderungen), während das UKV nur die Kosten der tatsächlich verkauften Produkte berücksichtigt.
↑ Zum SeitenanfangDie Kapitalflussrechnung ist eine Zeitraumrechnung, die die Veränderungen der liquiden Mittel innerhalb einer Periode darstellt — sie zeigt, woher das Geld kam und wofür es verwendet wurde.