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Lektion 7 · Konto #8400

Warenverkauf buchen

Autor: Dipl.-Kfm. Michael Schröder, Steuerberater Level: Einsteiger bis Fortgeschritten
Am Ende dieser Einheit können Sie
  • verstehen, dass Umsatzerlöse Erträge aus den Kernaktivitäten des Unternehmens sind
  • Verkäufe nach dem Realisationsprinzip buchen und Erlösschmälerungen berücksichtigen
  • die Bedeutung der Debitorenbuchhaltung für Ihre Kundenforderungen einordnen
Video Erlöskonten beim Verkauf Kundenskonti, Rabatte und Boni Debitorenbuchhaltung Zusammenfassung

Video zur Lektion

A

Erlöskonten beim Verkauf: Umsatzerlöse sind Erträge

Im Gegensatz zum Einkauf, bei dem zunächst Vorräte aufgebaut werden, führt ein Verkauf direkt zu einem Ertrag — dem Umsatzerlös: dem Ertrag, den Sie aus dem Verkauf von Waren oder Dienstleistungen im Rahmen Ihrer üblichen Geschäftstätigkeit erzielen.

Das Realisationsprinzip Ein Gewinn wird erst erfasst, wenn er tatsächlich realisiert wurde — beim Verkauf also dann, wenn die Leistung erbracht und der Kunde zur Zahlung verpflichtet ist, meist mit Übergabe der Ware, auch wenn die Bezahlung noch aussteht. Es leitet sich aus dem Vorsichtsprinzip (§ 252 HGB) ab und dient dem Gläubigerschutz.

Verkauf auf Ziel

Der häufigste Fall: Sie geben dem Kunden ein Zahlungsziel — es entsteht eine Forderung.

Beispiel · Verkauf 1.000 € netto + 190 € USt Forderungen a. L. u. L. 1.190 € an Umsatzerlöse 1.000 € + Umsatzsteuer 190 €

Bei Zahlungseingang: Bank 1.190 € an Forderungen a. L. u. L. 1.190 €
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B

Kundenskonti, Rabatte und Boni: Erlösschmälerungen

Preisnachlässe an Kunden werden als Erlösschmälerungen bezeichnet und mindern den tatsächlich erzielten Umsatz. Gemäß § 277 HGB müssen sie korrekt ausgewiesen werden.

  • Rabatt: sofortiger Preisnachlass, bereits bei Rechnungserstellung bekannt — erscheint gar nicht separat, da nur der reduzierte Betrag gebucht wird
  • Skonto: Preisnachlass bei Zahlung innerhalb einer Frist — bei Rechnungsstellung noch ungewiss, daher Korrektur von Erlös und Umsatzsteuer bei Zahlung nötig
  • Bonus: nachträglicher Preisnachlass bei Erfüllung bestimmter Bedingungen — wird später über eine Gutschrift gebucht
  • Gutschrift: nachträglicher Preisnachlass, z. B. bei Reklamationen — ebenfalls als Erlösschmälerung gebucht
Beispiel · 2 % Skonto auf 11.900 € brutto (10.000 € netto + 1.900 € USt) Bei Zahlung: Bank 11.662 € + Erlösschmälerung 200 € + Umsatzsteuer 38 € an Forderungen a. L. u. L. 11.900 €
Die 200 € und 38 € reduzieren Ihren ursprünglichen Umsatz und die Umsatzsteuer.
Beispiel · Gutschrift 200 € netto + 38 € USt Erlösschmälerung 200 € + Umsatzsteuer 38 € an Forderungen a. L. u. L. 238 €
Danach die Begleichung der reduzierten Rechnung: Bank 952 € an Forderungen a. L. u. L. 952 €
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C

Debitorenbuchhaltung: Überblick über Ihre Kunden

Die Debitorenbuchhaltung ist eine wichtige Nebenbuchhaltung mit detaillierten Informationen zu Ihren Forderungen aus Lieferung und Leistung. Statt alle Verkaufsrechnungen nur auf einem Sammelkonto zu buchen, führen Sie für jeden Kunden ein separates Personenkonto (Debitorenkonto). So behalten Sie den Überblick über:

  • Umsatz und verkaufte Mengen bei jedem Kunden
  • Fälligkeiten der Rechnungen und Skontomöglichkeiten
  • Offene Salden und den Status jeder einzelnen Rechnung

Das ist unerlässlich für effizientes Forderungsmanagement, Zahlungsüberwachung und Liquiditätsplanung — Sie sehen auf einen Blick, welche Kunden noch Geld schulden und wann Zahlungen fällig werden.

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Σ

Zusammenfassung

Das Wichtigste in Kürze
  • Umsatzerlöse sind Erträge aus Verkäufen oder Dienstleistungen im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit
  • Buchung erfolgt nach dem Realisationsprinzip, abzüglich Erlösschmälerungen (Rabatte, Boni, Skonti)
  • Die Debitorenbuchhaltung liefert detaillierte Informationen zu Forderungen je Kunde

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