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Übersicht · 14 Lektionen + Praxis-Guide

Buchhaltung lernen: Grundlagen, Videos & Übungen

Autor: Dipl.-Kfm. Michael Schröder, Steuerberater Level: Einsteiger bis Fortgeschritten
Fortsetzung + Vertiefung

Erlernen Sie die Grundlagen der Buchführung Schritt für Schritt — von Soll und Haben über die Umsatzsteuer bis hin zum Jahresabschluss. Dazu: eine praktische Anleitung zum Üben mit Buchhaltungssoftware, kostenlose Excel-Vorlagen und Lern-Podcasts.

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Videos & Buchungssätze

Kostenlose Lektionen mit Beispielen und nachvollziehbaren Buchungssätzen von Grund auf.

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Software-Praxis

Risikofreier 7-Tage-Übungsplan mit MS-Buchhalter — inkl. konkreter Beispielbuchungen.

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Excel & Podcasts

Kostenlose Vorlagen für Kassenbuch, EÜR und Reisekosten, plus Grundlagen-Podcasts zum Nachhören.

Der Kurs

14 Lektionen: von Grundlagen bis Jahresabschluss

Von Soll und Haben über die Umsatzsteuer bis hin zu Anlagevermögen, Rechnungsabgrenzung und dem Jahresabschluss.

L01Grundlagen der Buchführung L02System der Buchführung L03Doppelte Buchführung: Soll/Haben L04Organisation der Buchhaltung L05Umsatzsteuer buchen L06Wareneingang buchen L07Warenverkauf buchen L08Lohn- und Gehaltsbuchungen L09Anlagevermögen & AfA buchen L10Sonstige Buchungen L11Rechnungsabgrenzung buchen L12Grundlagen des Jahresabschlusses BonusKassenbuch richtig führen BonusGoB: Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung
Praxis-Training

Buchhaltung üben mit Software: MS-Buchhalter

Wenn Sie gerade erst in die Buchhaltung einsteigen, ist Übung der schnellste Weg zu Sicherheit: Konten verstehen, Buchungen erfassen, Fehler korrigieren und Auswertungen lesen.

Merksatz Lernen Sie zuerst den Ablauf — die Konten finden Sie im Programm. Wichtig ist, dass Sie die Logik der doppelten Buchführung verinnerlichen.

1. Übungs-Setup: So starten Sie „risikofrei"

WichtigÜben Sie immer in einem separaten Übungsmandanten bzw. einem separaten Buchungsjahr. Arbeiten Sie nicht mit echten Unternehmensdaten, wenn Sie noch lernen.
  • Legen Sie einen Mandanten mit klarem Namen an (z. B. „ÜBUNG – Musterfirma")
  • Wählen Sie ein vollständiges Übungsjahr (z. B. 2026)
  • Starten Sie mit einfachen Fällen: Bank, Kasse, wenige Standardkonten
  • Führen Sie eine einfache Liste: Datum – Vorgang – Betrag – Buchungssatz
  • Erstellen Sie am Ende jeder Übungseinheit einen kurzen „Lernlog" (2–3 Sätze)

2. Grundprinzip: Eingabemaske → Stapel → Journal

BereichBedeutungWas Sie als Anfänger tun
EingabemaskeHier erfassen Sie Konten, Betrag, Datum, BuchungstextRuhig und sauber tippen, dann buchen
BuchungsstapelZwischenablage: Buchungen sind noch veränderbarErst prüfen, ob alles passt
JournalFestgeschrieben nach dem SpeichernErst speichern, wenn der Stapel korrekt ist
ÜbungsroutineBuchen Sie 5 Vorgänge → prüfen Sie den Stapel → speichern → schauen Sie in einen Bericht (z. B. Journal oder Kontenblatt).

3. Übungsplan für 7 Tage (15–20 Minuten/Tag)

TagThema
1Oberfläche, Konten finden, 5 einfache Buchungen (Bank/Kasse/Erlöse)
2Wareneinkauf + Zahlung, Verbindlichkeit verstehen
3Privatentnahme/-einlage (Einzelunternehmen) oder Gesellschafterkonto (GmbH, vereinfacht)
4Umsatzsteuer-Grundlogik (vereinfacht: Brutto/Netto gedanklich trennen)
5Wiederkehrende Kosten (Telefon, Miete, Software) und Buchungsvorlagen
6Korrekturtraining: 2 Fehler einbauen und sauber korrigieren (Storno/Korrekturbuchung)
7Auswertungen lesen: Journal, Kontenblatt Bank, Summen/Salden — Plausibilität

4. Konkrete Beispielbuchungen für Anfänger

Kontonummern können je nach Kontenrahmen abweichen — wichtig ist die Logik.

Einnahme: Rechnung an Kunde, Zahlung per Bank (1.190 € brutto) Bank 1.190 € an Umsatzerlöse 1.000 € + Umsatzsteuer 190 €
Lernziel: Bank steigt (Aktivkonto), Erlöse erhöhen den Gewinn, Umsatzsteuer wird als Schuld erfasst.
Ausgabe: Büromaterial per Bank (119 € brutto) Büromaterial 100 € + Vorsteuer 19 € an Bank 119 €
Einkauf auf Ziel: Verbindlichkeit verstehen (500 € netto) Wareneingang/Warenbestand 500 € + Vorsteuer 95 € an Verbindlichkeiten a. L. u. L. 595 €
Zahlung der offenen Rechnung Verbindlichkeiten a. L. u. L. 595 € an Bank 595 €
Reisekosten (einfacher Übungsfall): Hotelrechnung 119 € brutto Reisekosten Übernachtung 100 € + Vorsteuer 19 € an Bank 119 €
Hinweis: In der Praxis gibt es bei Reisekosten zahlreiche Sonderregeln (Pauschalen, Auslandsbelege, Aufteilung Frühstück). Für den Einstieg reicht: Aufwandskonto + ggf. Vorsteuer + Zahlungskonto.

5. Auswertungen: Was Sie prüfen sollten

  • Journal: Sind alle Buchungen gespeichert und vollständig?
  • Kontenblatt Bank: Stimmen die Zahlungsabflüsse/-zuflüsse mit Ihren Übungsfällen?
  • Summen/Salden: Gibt es „komische" Salden (z. B. Umsatzsteuer im Soll, obwohl fast nur Erlöse gebucht wurden)?
PlausibilitätstestWenn Sie 5 Einnahmen und 2 Ausgaben gebucht haben, sollte „Überschuss" in der Statuszeile grundsätzlich positiv sein (sofern die Beträge passen).

6. Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden

  • Zu früh speichern: Erst den Stapel prüfen, dann speichern
  • Falsche Seite (Soll/Haben): Bankzugang meist Soll, Bankabgang meist Haben
  • USt/VSt vergessen: Für den Anfang bewusst jeden Beleg fragen: „Ist Umsatzsteuer/Vorsteuer enthalten?"
  • Unklare Texte: Buchungstexte so schreiben, dass Sie es in 3 Monaten noch verstehen
  • Alles auf ein Sammelkonto: Zum Lernen lieber 5–10 Standardkonten sauber verwenden

7. Mini-Checkliste fürs tägliche Üben

☐ Übungsmandant/Übungsjahr geöffnet (nicht die echten Daten)
☐ 5–10 Vorgänge gebucht
☐ Stapel geprüft (Datum, Betrag, Konten, Text)
☐ Gespeichert (Journal aktualisiert)
☐ Journal + Kontenblatt Bank geprüft
☐ 1 Lernnotiz festgehalten („Heute gelernt: …")
Kostenlose Materialien

Excel-Vorlagen & Podcasts

Kostenlose Vorlagen zum Download und Grundlagen-Podcasts zum Nachhören — für unterwegs oder zur Vertiefung.

Excel-Vorlagen für Buchhaltung, Kasse & Reisekosten

Mit jeder Buchung formt man die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens — das Video zeigt anhand eines Excel-Beispiels, warum die Bilanz „balanciert".

Hinweis zur WeitergabeDie Weitergabe der Excel-Tabellen an Bekannte, Geschäftsfreunde usw. ist erlaubt und ausdrücklich erwünscht (bitte vorher eigene Daten löschen).

Podcasts (Audiobooks): Einführung in die Buchhaltung

Grundlagenpodcasts zum Nachhören — ideal für unterwegs, je Folge 18–45 Minuten:

  • Einführung ins Rechnungswesen
  • Eigenkapital & Fremdkapital
  • Was ist eine Bilanz?
  • Anlage- und Umlaufvermögen
  • Soll und Haben
  • Bilanzgliederung, Kontenrahmen & Kontenplan
  • Aufwand, Ertrag, Erfolg
  • Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
  • Schlussbilanz
  • Inventur, Inventar und Bilanz
  • Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)
Weiterführend

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