1. Übungs-Setup: So starten Sie „risikofrei"
- Legen Sie einen Mandanten mit klarem Namen an (z. B. „ÜBUNG – Musterfirma")
- Wählen Sie ein vollständiges Übungsjahr (z. B. 2026)
- Starten Sie mit einfachen Fällen: Bank, Kasse, wenige Standardkonten
- Führen Sie eine einfache Liste: Datum – Vorgang – Betrag – Buchungssatz
- Erstellen Sie am Ende jeder Übungseinheit einen kurzen „Lernlog" (2–3 Sätze)
2. Grundprinzip: Eingabemaske → Stapel → Journal
| Bereich | Bedeutung | Was Sie als Anfänger tun |
|---|---|---|
| Eingabemaske | Hier erfassen Sie Konten, Betrag, Datum, Buchungstext | Ruhig und sauber tippen, dann buchen |
| Buchungsstapel | Zwischenablage: Buchungen sind noch veränderbar | Erst prüfen, ob alles passt |
| Journal | Festgeschrieben nach dem Speichern | Erst speichern, wenn der Stapel korrekt ist |
3. Übungsplan für 7 Tage (15–20 Minuten/Tag)
| Tag | Thema |
|---|---|
| 1 | Oberfläche, Konten finden, 5 einfache Buchungen (Bank/Kasse/Erlöse) |
| 2 | Wareneinkauf + Zahlung, Verbindlichkeit verstehen |
| 3 | Privatentnahme/-einlage (Einzelunternehmen) oder Gesellschafterkonto (GmbH, vereinfacht) |
| 4 | Umsatzsteuer-Grundlogik (vereinfacht: Brutto/Netto gedanklich trennen) |
| 5 | Wiederkehrende Kosten (Telefon, Miete, Software) und Buchungsvorlagen |
| 6 | Korrekturtraining: 2 Fehler einbauen und sauber korrigieren (Storno/Korrekturbuchung) |
| 7 | Auswertungen lesen: Journal, Kontenblatt Bank, Summen/Salden — Plausibilität |
4. Konkrete Beispielbuchungen für Anfänger
Kontonummern können je nach Kontenrahmen abweichen — wichtig ist die Logik.
Lernziel: Bank steigt (Aktivkonto), Erlöse erhöhen den Gewinn, Umsatzsteuer wird als Schuld erfasst.
Hinweis: In der Praxis gibt es bei Reisekosten zahlreiche Sonderregeln (Pauschalen, Auslandsbelege, Aufteilung Frühstück). Für den Einstieg reicht: Aufwandskonto + ggf. Vorsteuer + Zahlungskonto.
5. Auswertungen: Was Sie prüfen sollten
- Journal: Sind alle Buchungen gespeichert und vollständig?
- Kontenblatt Bank: Stimmen die Zahlungsabflüsse/-zuflüsse mit Ihren Übungsfällen?
- Summen/Salden: Gibt es „komische" Salden (z. B. Umsatzsteuer im Soll, obwohl fast nur Erlöse gebucht wurden)?
6. Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden
- Zu früh speichern: Erst den Stapel prüfen, dann speichern
- Falsche Seite (Soll/Haben): Bankzugang meist Soll, Bankabgang meist Haben
- USt/VSt vergessen: Für den Anfang bewusst jeden Beleg fragen: „Ist Umsatzsteuer/Vorsteuer enthalten?"
- Unklare Texte: Buchungstexte so schreiben, dass Sie es in 3 Monaten noch verstehen
- Alles auf ein Sammelkonto: Zum Lernen lieber 5–10 Standardkonten sauber verwenden
7. Mini-Checkliste fürs tägliche Üben
☐ 5–10 Vorgänge gebucht
☐ Stapel geprüft (Datum, Betrag, Konten, Text)
☐ Gespeichert (Journal aktualisiert)
☐ Journal + Kontenblatt Bank geprüft
☐ 1 Lernnotiz festgehalten („Heute gelernt: …")