Video Kurs Buchhaltung lernen

Buchhaltung lernen - Lektion 2: System der Buchführung

Buchhaltung kostenlos online lernen Beispiele, Erklärung, Buchungssätze, Übungen


Inhalt:


 

Lernziele

  • Inventar und Inventur als Basis für Bilanz
  • Bilanz = Aktiva + Passiva
  • Geschäftsvorfälle werden auf Bestands- (Aktiv- + Passiv-) + Erfolgskonten (Aufwands- und Ertragskonten = Unterkonto Eigenkapital) gebucht
  • Zugänge auf Bestandskonten werden auf derselben Seite gebucht wie die Anfangsbestände (Aktivkonto im Soll), Abgänge auf der anderen Seite (Aktivkonto im Haben)
  • Aufwendungen werden im Soll + Erträge im Haben gebucht
  • Erfolg (Gewinn bzw. Verlust) = Erträge ./. Aufwendungen

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Inventar und Inventur

  • § 240 I HGB: Pflicht Inventar aufzustelen
  • Inventar wird durch Inventur (Bestandsaufnahme) ermittelt
Darstellung von Inventurformen

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Bilanz

  • Inventar dient als Basis für Bilanz
  • Bilanz: Vermögen (Aktiva) und Schulden (Passiva)
    • Links: Aktiva = Vermögen = Mittelverwendung
    • Rechts: Passiva = Mittelherkunft
  • §§ 242, 247 HGB: wesentliche Vorschriften zur Bilanz
    • Bilanz zu Beginn und Ende jedes Geschäftsjahres (Schlussbilanz = Eröffnungsbilanz des nächsten Jahres)
    • Gliederung nach Verbleibensdauer im Unternehmen in Anlage- (AV) und Umlaufvermögen (UV), Eigen- (EK) und Fremdkapital (FK) sowie Rechnungsabgrenzungsposten (RAP)
  • Wichtig: ∑ Aktiva = ∑ Passiva (Weil das Eigenkapital die Differenz (auch Saldo) aus Vermögen - Schulden ist)

Aktiva

  • AV: Vermögensgegenstände, die dem Betrieb dauerhaft (länger als 1 Jahr) dienen (§ 247 HGB)
    • Gebäude, Anlagen, Maschinen, Software, etc.
  • UV: Vermögensgegenstände, die kurzfristig im Unternehmen verbleiben, wie z.B.
    • Vorräte zum Verkauf, Forderungen aus Lieferung und Leistung, etc.

Passiva

  • EK: Kapital von Eigentümern
  • FK: Kapital von Gläubigern
    • Banken: Kredit
    • Lieferanten: Lieferantenkredit

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Eröffnungsbilanz und Buchen auf Konten

  • Bestandskonten (Aktiva + Passiva) übernehmen die Bestände der Bilanz
  • Änderungen der Bilanzpositionen während des Geschäftsjahres werden in Konten erfasst
Konto

SOLLHABEN



Aktivkonto

SOLLHABEN
Anfangsbestand
Zugänge
Abgänge
Saldo (Endbestand)
∑ =
Passivkonto

SOLLHABEN
Abgänge
Saldo (Endbestand)
Anfangsbestand
Zugänge
∑ =
  • Erfolgsneutrale Geschäftsvorfälle
  • Erfolgsneutrale Geschäftsvorfälle haben keine Auswirkung auf das Eigenkaptial (Reinvermögen)
    • Aktivtausch: Forderungen gehen auf der Bank ein -> Bank(+) an Forderungen(-)
    • Passivtausch: Umschuldung von kurzfristigen Verbindlichkeiten in einen langfristigen Kredit -> Verbindlichkeiten(-) an Kredit(+)
    • Aktiv-Passiv-Mehrung (Bilanzverlängerung): Kauf einer Maschine auf Kredit -> Maschine(+) an Kredit(+)
    • Aktiv-Passiv-Minderung (Bilanzverkürzung): Tilgung eines Lieferantenkredits durch Überweisung -> Verbindlichkeiten(-) an Bank(-)

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Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

Erfolgswirksame Geschäftsvorfälle werden auf

  • Buchung Aufwandskonten im SOLL (Eigenkapitalminderung), z.B. Materialaufwand, Löhne, Mietaufwand
  • Buchung Ertragskonten im HABEN (Eigenkapitalmehrung): z.B. Umsatzerlöse, Zinserträge
  • Erfolg (Gewinn bzw. Verlust) = Erträge ./. Aufwendungen

Die Erfolgskonten sind ein Unterkonto des Eigenkapitals, da Erträge das EK vermehren bzw. Aufwände dieses vermindern. Darum wird der Gewinn bzw. Verlust auch über das Eigenkapitalkonto abgeschlossen. Bei einem Gewinn, also Reinvermögensvermehrung erhöht sich das Eigenkapital und damit bliebt ∑ Aktiva = ∑ Passiva

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Zusammenfassung

  • Bilanz hat 2 Seiten = Aktiva + Passiva und ist auf einen Stichtag aufgestellt (Bestandsgrößen)
  • Bilanz wird in Konten aufgelöst + Geschäftsvorfälle werden auf Bestands- und Erfolgskonten (Stromgrößen) gebucht
  • Zugänge auf Bestandskonten werden auf derselben Seite gebucht wie die Anfangsbestände, Abgänge gegenüber
  • Aufwendungen werden im Soll, Erträge im Haben gebucht
  • Erfolg (Gewinn bzw. Verlust) = Erträge ./. Aufwendungen

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